Schloss Solitude

Auch im geschäftigen Großraum Stuttgart gibt es Oasen der Stille – noch dazu gesegnet mit wirklich sehenswerten, historischen Gemäuern.

Auf dem Höhenzug zwischen Stuttgart Weilimdorf und Leonberg befindet sich nordgerichtet das Schloss Solitude – schon dem Namen nach – frz. Solitude, Einsamkeit, ein Ort der Stille, insbesonders, wenn man sich gedanklich 250 Jahre in die Vergangenheit versetzen kann. Näheres zum Schloss selbst, der Beziehung zu Friedrich Schiller und was der Bau mit der Finanzsituation des damaligen Herzogtums Württemberg bedeutete, weiß Wikipedia in gewohnter Qualität und sprachlicher Präzision zu berichten.

Gleich ums Eck, entlang  der Zufahrstalle befindet sich die derzeit unbewohnte Ministerpräsidentenvilla Baden Württembergs. Letzer ständiger Bewohner darin war Günther Oettinger, heute – Stand Herbst 2017 – EU-Kommisar. Weder seine Nachfolger Stefan Mappus noch der amtierende Winfried Kretschmann fanden an dieser geräumigen und traumhaft gelegenen Location gefallen und so darf ich ab und an diesem Ort zu Gast sein, denn mein Arbeitgeber hat diese seitdem als  Schulungsort angemietet – die ganze Geschichte kann in diesem Welt-Artikel nachgelesen werden.

Ich jedenfalls habe meinen zweimaligen Aufenthalt im Sommer 2016 dazu genutzt, das Schloss in all seiner Pracht in mehreren Panoramen (Tag & Nacht) abzulichten. Nun, nach einem erneuten Besuch etwas mehr als 1 Jahr später habe ich endlich die Muße gefunden, die Panoramen fertigzustellen. Und gerade beim Betrachten der Bilder fällt mir wieder diese Wohlproportioniertheit dieses Gebäudes auf, ein harmonisches Ganzes, überschaubar und doch repräsentativ, weit weg der Gigantomanie anderer, unüberblickbarer Bauten des europäischen Adels. Eine Oase der Stille – wahrscheinlich ist (nicht nur) mir dieser Ort genau deshalb so sympathisch. Ein Ausflug, der sich lohnt. Für Normalsterbliche auch ganz easy mit der Buslinie 92 ab Stuttgart Zentrum zu erreichen, Brautpaare fahren standesgemäß mit der Stuttgarter Einheitskarosse – dem Porsche 911er – oder stilsicherer: im blauen Ford Mustang Convertible Baujahr 1966 ;-).

Korrespondierender Beitrag: Leonberg


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